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LV-Züchterseminar Kaninchen 2014

Ein lehrreiches Wochenende, 22. + 23. Februar 2014, hatten die Kleintierzüchter in den Sparten Kaninchen in Sachsenheim und bei Geflügel in Münsingen. Am Samstag um 9:30 Uhr trafen sich die Kaninchenzüchter im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins Sachsenheim zum LV – Züchterseminar. Landeszuchtberater und Referent für Schulungen vom LV – Württemberg-Hohenzollern begrüßte 118 Interessierte Zuchtfreunde aus dem Landesverband. Unsere Kreisvereine waren gut vertreten. Verbandsvorsitzender Ulrich Hartmann zeigte sich erfreut über den guten Besuch der Veranstaltung und weist auf das Landwirtschaftliche Hauptfest in Stuttgart am Cannstatter Wasen hin, bei dem der LV mit einem Stand vertreten ist, und Berichtet über den Stand der Bundesrammlerschau und der Landesschau am 31. Januar und 1. Februar 2015 in Ulm. Zu beiden Veranstaltungen ladet er alle Züchter und Freunde recht herzlich ein. Ein Vortrag über „Artgerechte Fütterung von Rassekaninchen mit besonderem Augenmerk auf die Weiterentwicklung von Futtermitteln“ folgte vom Referent H. Stefan Rosner RKW-Süd. Für alles wiederzugeben in schriftlicher Form reichte der Platz nicht aus, bei solchen Veranstaltungen wäre es schön, wenn die interessierten Züchter selbst dabei wären! Kurz Info: z.B. Die Ernährung des Kaninchens besteht idealerweise aus einer Mischung aus trockenem und frischen, saftigen Futter (Gemüse, Kräuter, Gräser). Wie beim Menschen kommt es auf die ausgewogene Mischung an. Trockenes Futter: Heu und Stroh sowie Pelletfutter, bei Trockenfutter sollte die 2-3 fache Menge Wasser zur Verfügung stehen. Frisches Futter: z.B. Karotten und Karottengrün; Feldsalat, Löwenzahn, Spitzwegerich; Kräuter (Thymian, Petersilie etc.) Arten von Kraftfutter, Vorteile Müslifutter: Sichtbarkeit der Komponenten; mehr Transparent; leichtere Kommunikation; hohe Verdaulichkeit. Vorteile Pelletfutter: Besserer Hygienestatus; lange Haltbarkeit; hohe Verdaulichkeit; sichere Nährstoffversorgung, („Aussortieren“ wird verhindert). Bei der         Schmackhaftigkeit des Futters steht der Hafer, neben Grünfutter, an erster Stelle; die Fütterungsstrategie sollte immer gleich sein, keine großen Futterwechsel.

„Neuer Impfstoff in der Kaninchenzucht gegen clostridienbedingte Enterocolitis“, Referenten. H. Jürgen Krafzik IDT-Biologika und Dr. Thomas Haag, Tierarzt/Bietigheim. „Enterocolitis“, betroffene Tiere: Kaninchen; meist Jungtiere zum Zeitpunkt des Absetzens; auch Zuchthäsinnen. Symptome: allgemeine Krankheitserscheinungen; zunächst Durchfall; dann Lähmung des Magen-Darm-Trakts mit Verstopfung, aufblähen; Bauchgluckern, hohe Schmerzhaftigkeit. Mögliche Ursachen: Besatzdichte zu hoch, löst Futterneid aus- die Tiere kauen schlecht. Deshalb wird das Futter im Magen nicht ausreichend durchsäuert. Das verändert den pH-Wert im Blinddarm. Absetzen/Umstallen/Tötowieren; Futterumstellung; Ausstellung; Stress führt zu Darmträgheit, Bakterien können sich länger im Darm vermehren. Hygiene: Sofortiges Entfernen erkrankter Tiere; Reinigung und Desinfektionmaßnahmen; Quarantänestall für kranke Tiere und Neuzugänge; Keimarme Nahrung; Sauberes Wasser; Schadnagerbekämpfung (Erregerübertragung); Kotuntersuchung insbesondere bei Neuzugängen. In welchen Fällen macht die Impfung Sinn? Genaue Abklärung durch den Tierarzt; Bakteriologische Untersuchung, Gesamten Körper einsenden (Tipp: IVD Hannover); Frisch gekühlt versenden; Untersuchung der Dünndarmproben. Der Impfstoff  ist ab sofort für Tierärzte erhältlich; Die Impfzeitpunkte für Häsinnen ergeben eine optimale Schutzwirkung bereits für den ersten Wurf. Auch andere Impfzeitpunkte sind möglich; Jungtiere können ab einem Alter von 3 Wochen geimpft werden, auch eine spätere Impfung ist möglich; Auch tragende (bis 2 Wochen vor Geburt) und laktierende Häsinnen können geimpft werden; die gemeinsame Anwendung mit anderen Impfstoffen ist nicht geprüft; Wartezeit: 0 Tage. Aber, die Impfung ersetzt nicht: Defizite in der Hygiene; Kokzidienbehandlung; Reinigung/Desinfektion; Hygienisch einwandfreies Futter; Schadnagerbekämpfung; Defizite in der Haltung; Korrekte gute Fütterung.                                       

RHD Impfen ist weiterhin Pflicht!

22 Züchter zeigten Interesse am scheren der Angorakaninchen von Thomas Appl. Die Tiere werden 4x im Jahr geschoren. Man richtet sich wenn möglich nach den Ausstellungsterminen. Ein Angorakaninchen gibt zwischen 400 – 650 gr. Wolle, die dann noch nach Klasse eins und zwei, sowie Filz sortiert werden muss. Aus Angorawolle kann u.a. Gesundheit fördernde (Rheuma) Wäsche hergestellt werden. Parallel zu der Vorführung verfolgte der Rest der Züchter die Vorstellung der Neuzüchtungen von Hasenkaninchen lohfarbig schwarz, von Jasmin Groß und den Zwerg Löwenkopfkaninchen rhönfarbig,  von Hubert Müller.

Ein schöner und Informativer Tag ging zu Ende, es gab für alle Referenten viel Beifall. Das nächste LV-Züchterseminar findet voraussichtlich wieder in Sachsenheim statt.   

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Landeszuchtberater+Referent für Schulungen, Hubert Müller

Referent Stefan Rosner, RKW-Süd

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 Referent Dr. Thomas Haag, Tierarzt

Warum so Böse??

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Vollbestztes Vereinsheim

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1x die Wolle kurz bitte

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Die wachsen wieder

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